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Wir beziehen Position
Neujahrsempfang 2009 der Europa-Union
30.01.09 - Kreisverband Groß-Gerau, Ortsverbände Rüsselsheim und Raunheim). Grußwort Stadtrat Horst Trapp
Sehr geehrter Herr Miorandi (EU-Kreisvorsitzender),
sehr geehrter Herr Otto (EU-Stadtverbandsvorsitzender Rüsselsheim),
(sehr geehrter Herr Zanetti (EU-Vorsitzender Raunheim),
sehr geehrter Herr Zeba,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde der Europa-Union,
für den Magistrat der Stadt Rüsselsheim möchte ich der Europa-Union
danken für das vielfältige Engagement für ein bürgernahes Europa. Die
europäische Einigung ist zwar eine in der Welt beispiellose Erfolgsgeschichte, doch kommt es in der heute aus 27 Staaten bestehenden Europäischen Union umso mehr darauf an, die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen auf dem Weg zum vereinten Europa. Das heißt, die Bürgerinnen und Bürger von den Vorteilen der europäischen Integration zu überzeugen. Die Europa-Union appelliert nicht nur an die Vernunft der
Menschen, sondern trägt seit über sechs Jahrzehnten in Deutschland und innerhalb der Europäischen Bewegung dazu bei, die Europa-Idee
zu einer Herzensangelegenheit zu machen. Wer wäre besser dazu berufen, das Europa der Bürger einzufordern, als die Europa-Union, die älteste und erfolgreichste Bürgerinitiative. Dieses Attribut möchte ich ihr anerkennend zusprechen, ohne bürgerschaftliches Engagement an anderer Stelle und für ebenso hehre Ziele zu schmälern.
Vor wenigen Tagen erst, am 27. Januar, wurde mit dem internationalen Holocaust-Gedenktag der Opfer des Faschismus und der Gräueltaten der Unrechtsherrschaft der nationalsozialistischen Diktatur gedacht. Die freiheitliche Idee der friedlichen Einigung unseres Kontinents war und ist die überzeugendste Antwort auf die Zeit der Barbarei und alle Kriege, die Europa bis dahin verheert hatten. Das europäische Einigungswerk ist nicht nur zum Segen der europäischen Völker sondern zum Nutzen der e i n e n Welt, in der wir leben. In dieser globalisierten Welt stehen wir gerade in diesem Jahr vor gesamteuropäischen Herausforderungen wie der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die uns in der automobilen Stadt Rüsselsheim hautnah berührt. Herr Dr. Klinz wird in seiner Neujahrsrede sicherlich hierauf eingehen und europäische Antworten zur Krisenbewältigung geben.
Gerade für junge Menschen, die das europäische Einigungswerk erben, ist es wichtig zu wissen und persönlich zu erfahren , wie sich die Einigung Europas auf ihre konkrete Lebenssituation auswirkt. Für die junge Generation ist das heutige Europa mit offenen Grenzen, gemeinsamen Werten und freiem Handel eine Selbstverständlichkeit. Die jungen Leute heute können ihren Schulabschluss beispielsweise am renommierten Rugby College unserer englischen Schwesterstadt ablegen oder ihren Beruf in Frankreich ausüben. Die Europäische Union bietet ihren Bürgerinnen und Bürgern heute Zukunftschancen, von denen frühere Generationen nur träumen konnten. Sie sind nicht selbstverständlich, sondern das Ergebnis harter und unbeirrter Arbeit von Visionären. Der Euopa-Union ist zu danken, dass sie dieses Bewusstsein wach hält und stets aufs Neue Überzeugungsarbeit für die Einigung Europas leistet. In den Städten, Gemeinden und Kreisen, dort wo die Menschen wohnen, muss die Kommunikation über Europa und die Gestalt unserer Einheit in Vielfalt stattfinden. Dass dieser Gesprächsfaden nicht abreißt, dafür sorgt die Europa-Union hier in Rüsselsheim, in Raunheim und im Landkreis Groß-Gerau.
Liebe Freunde und Gäste der Europa-Union, ich überbringe Ihnen nicht nur die Grüße des Magistrates mit den Wünschen für ein erfolgreiches und friedliches Jahr, sondern spreche zu Ihnen eigentlich auch als Mitglied, nämlich als Vertreter des korporatives Mitglieds der Europa-Union, das die Stadt Rüsselsheim seit Ende der 60-er Jahre ist.
Die Stadt als Gemeinde Europas hat in der Europa-Union auch bei etlichen Kooperationsprojekten wie beispielsweise am Deutsch-Französischen Tag einen überparteilichen Partner, der dazu beiträgt, dass das „Europäische Haus“ als Europa der Bürger gebaut wird.
Wir wissen es zu schätzen, dass in unserer Stadt, in der nicht nur
Europäer leben und arbeiten, auch die vielen Menschen aus anderen Teilen der Welt, die hier heimisch geworden sind, von der Europa-Union
auf dem Weg nach Europa mitgenommen werden. Die Anwesenheit
von Repräsentanten des Stadtverbandes der von Migranten gegründeten Vereine belegt dies. Mitnehmen nach Europa – dies kann ich auch
ganz wörtlich nehmen. Wie mir gesagt wurde, wird die Europa-Union im
März zusammen mit Mitgliedern des Ausländerbeirates unserer Stadt nach Straßburg fahren und eine Sitzung des Europäischen Parlaments besuchen. Dass dieses Parlament der Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union in seiner wachsenden Rolle und Bedeutung für
die demokratische Transparenz erkannt wird, dafür wird gerade die Europa-Union auch im Europawahljahr 2009 als Mittler und Gesprächspartner sorgen.
Dieses Parlament hat sich auch oft genug gegen sinnlose Gleich
macherei eingesetzt. Die Erfahrungen eines südfranzösischen Bauern müssen nicht gegen die Erfahrungen eines polnischen Landwirts aufgerechnet werden.
Wie sich dieses Parlament der Bürgerinnen und Bürger erfolgreich gegen bürokratische Überreglementierung einsetzt, werden wir gewiss auch von Herrn Dr. Klinz hören.
Der Europa-Union möchte ich abschließend für 2009 wünschen, dass das ehrenamtliche Engagement ihrer Aktiven Früchte trägt und Europa über Länder- und Parteigrenzen hinweg in den Köpfen ankommt und die Herz-en erreicht.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.
Europa Union Rüsselsheim | www.europa-union-ruesselsheim.de