Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main – Landräte und Oberbürgermeister wollen Europabüro finanziell unterstützen

(tek) Bereits sechs Landräte und zwei Oberbürgermeister aus der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main haben jetzt eine Absichtserklärung unterzeichnet, nach der sie sich bereit erklären, das Europabüro künftig mit einem jährlichen Betrag von jeweils 6.000 Euro zu unterstützen. „Ich freue mich sehr über diese Unterstützung, zeigt es doch die Wertschätzung und auch den großen Nutzen unseres Europabüros, der mittlerweile immer sichtbarer wird“, sagt Ludger Stüve (SPD), Direktor des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, bei dem das Büro angesiedelt ist. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass noch weitere Landräte aus der Metropolregion hinzukommen werden. Einige haben noch Informations- und Beratungsbedarf und wollen sich zu einem späteren Zeitpunkt äußern.“ Die Unterzeichner legen ihren Vorstoß jetzt ihren jeweiligen Gremien zur Beschlussfassung vor.

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Europäische Zentralbank Frankfurt am Main / Foto: Achim Weidner

Die Europäische Union hat ihren Fokus in den letzten Jahren immer mehr auf die Metropolregionen gerichtet, denn dort werden künftig die gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen zu bewältigen sein. „Unsere Dependance in  Brüssel hat beste Kontakte bis in die EU-Kommission hinein“, sagt Stüve. Für die Landkreise bestehe zudem der Vorteil, dass das Büro eng mit deren Europabeauftragten zusammenarbeiten könne.

Finanziell wird das Europabüro hauptsächlich vom Regionalverband sowie der Stadt Frankfurt mit jeweils 150.000 Euro getragen. Mit dem neuen Engagement der Kreise und Städte ist die Finanzierung des Europabüros bis zum Jahr 2020 gesichert, nachdem die Standortmarketinggesellschaft ihre Mitfinanzierung im Jahr 2014 einstellen musste. Unterzeichnet haben die Absichtserklärung Landrat Burkhard Albers für den Rheingau-Taunus-Kreis, Landrat Michael Cyriax für den Main-Taunus-Kreis, Oberbürgermeister Sven Gerich für die Stadt Wiesbaden, Landrat Ulrich Krebs für den Hochtaunuskreis,  Landrat Klaus-Peter Schellhaas für den Kreis Darmstadt-Dieburg, Oberbürgermeister Horst Schneider für die Stadt Offenbach, Landrat Matthias Wilkes für den Kreis Bergstraße sowie Landrat Thomas Will für den Kreis Groß-Gerau.

Das Europabüro unterstützt die Kreise und Städte mit ihren Wirtschaftsförderungen bei der Einwerbung von EU-Fördermitteln. Ferner kann das Büro im Vorfeld auf Gesetzgebungsverfahren der EU einwirken und die Akteure in der Metropolregion über Vorhaben der EU informieren. Im Zeitraum von 2007 bis 2013 hat Frankfurt/Rhein-Main rund 130 Millionen Euro an EU-Fördermitteln bekommen. Für die Förderperiode 2014 bis 2020 hat das Europabüro bereits zwei neue Förderprojekte für den Regionalverband beantragt, für den Klimaschutz und für den Bau von Radschnellwegen. Das Europabüro hat zudem einen Förderantrag für die Regionaltangente West erfolgreich unterstützt, erst Ende vergangener Woche hat die EU-Kommission 7,7 Millionen Euro für Planungskosten bewilligt.

Quelle: Regionaverband Frankfurt Rhein Main